Rottaler Rettungsschwimmer an der Ostsee

Rettungschwimmer an der OstseeEs ist ein weiterer sonniger Sommertag an der Ostseeküste am Strand Markgrafenheide unweit der Hansestadt Rostock. Dominik Kirschner, Rettungsschwimmer der Wasserwacht Ortsgruppe  Eggenfelden, freut sich auf Rettungsturm 2 schon auf den Feierabend, als plötzlich laute Hilfeschreie das Strandidyll zerreißen. Dominik greift zum Fernglas und erspäht nach kurzer Suche eine Schwimmerin, die panisch mit den Armen rudert. Während seine Kameradin mit dem Hauptturm in Funkkontakt tritt, schnappt sich Dominik die Rettungsboje und seine Flossen, sprintet über den Strand und zieht die erschöpfte Schwimmerin keine zwei Minuten später unversehrt aus dem Wasser.

Genau diese Situationen sind es, die auch in diesem Sommer neben Dominik sieben weitere Rottaler Rettungsschwimmer im Alter von 16 bis 23 Jahren an die Ostsee ziehen. Bereits seit 2008 kommen die Eggenfeldener „Lifeguards“ immer wieder an „ihren“ Strand. Abgesehen von einer kleinen Aufwandsentschädigung ist der Dienst an der Küste rein ehrenamtlich. Doch wegen des Geldes fährt keiner der bis zu 15 Rettungsschwimmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, nach Markgrafenheide. Viel wichtiger ist die Hilfe für andere Menschen und die unglaublich gute Kameradschaft untereinander. Täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr bewachen die 5 Rettungstürme einen Strandabschnitt von ca. 3 km Länge mit mehreren tausend Badegästen. Beim täglichen Dienstsport halten sich die Retter fit und lernen die lokalen Begebenheiten wie Strömungen und Wassertiefen kennen. Neben der klassischen Wasserrettung gehört auch die sanitätsdienstliche Versorgung von beispielsweise Schnittwunden, Kreislaufproblemen oder Verbrennungen durch Feuerquallen, sowie die Suche nach vermissten Kindern zum Tagesgeschäft.

 

Auch im nächsten Jahr wollen die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Eggenfelden ihre Freizeit dem Dienst am Nächsten widmen, natürlich wieder am Ostseestrand Markgrafenheide.